Profil zeigen, aber richtig!

Profile - die wichtigste Grundlage erfolgreicher Stellenbesetzung

Die richtige Stellenausschreibung als Basis eines erfolgreichen Recruitings

Lesen Sie den Artikel auch bei experteer – richtige Profile schreiben.

Ein exaktes Job-Profil und eine punktgenaue Stellenbeschreibung sind die Grundvoraussetzungen eines erfolgreichen Recruitings. Doch was als Selbstverständlichkeit gelten sollte, ist in der Realität oft mangelhaft. Häufig sind Stellenanzeigen zu allgemein gehalten und enthalten wenig Konkretes. Kein Wunder, dass sich kaum passende Kandidaten bewerben. Wer einige Grundregeln beachtet und klares Profil zeigt, kann die Erfolgschancen deutlich erhöhen.

Auf der Basis eines zu vagen und unkonkreten Profils ist eine passgenaue Stellenbesetzung kaum möglich. Für die Erstellung einer zielführenden Stellenprofils müssen sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen.

„Die Profilerstellung einer zu besetzenden Position ist einer der wichtigsten Schritte im gesamten Recruiting-Prozess. Dabei müssen die inhaltlichen und persönlichen Anforderungen an den Kandidaten umfassend, genau und realistisch festgelegt werden, die für das Unternehmen und den Arbeitsplatz maßgeblich sind“ Roland Netter, Vorstand bei der GKM-recruitment AG

Das gilt nicht nur für Stellenzeigen, sondern insbesondere auch für die Zusammenarbeit mit Headhuntern. Schließlich ist das Stellen Profil für Personalberater die Basis für die Suche nach dem passenden Kandidaten.

Stellenprofile sind häufig zu vage und ungenau

Doch die Realität sieht meist anders aus. „Sehr oft treffen wir in der Anfangsphase auf ein sehr rudimentäres Anforderungsprofil, das zu der Aufgabe und auch zu den Anforderungen des Arbeitsplatzes wenig aussagt. Auf Grundlage dieser Informationen könnten 100.000 Kandidaten passen, keiner aber wirklich gut“, sagt Roland Netter. Gleichzeitig erwarten die Mandanten eine hohe Qualität und Passgenauigkeit und auch, dass der Kandidat sich bereits auf die Position und Unternehmung vorbereitet und eingestellt hat.

Auf der Basis eines zu vagen und unkonkreten Profils ist das jedoch nur schwer möglich. Da die beauftragten Headhunter den Such- und Interview-Prozess in einer Art „Black Box“ gestalten, ist es wichtig, von Anfang an ein genaues Verständnis darüber zu haben, welchen Kandidaten das Unternehmen genau sucht, was die Schlüsselqualifikationen sind und welche Soft Skills eine entscheidende Rolle spielen.

Wichtige Basis: Persönliches Gespräch mit allen Beteiligten

Deshalb verfolgt GKM den Ansatz eines „360-Grad Prinzips“, das heißt zunächst immer zusammen mit dem Mandanten ein genaues und umfassendes Stellen-Profil zu erstellen. Und zwar in einem persönlichen Gespräch mit allen Beteiligten. „Alle Beteiligte heißt tatsächlich alle, die damit zu tun haben. Das ist ein wichtiger und grundlegender Meilenstein für den weiteren Recruiting-Prozess“, so Netter.

Ein Beispiel macht das deutlich: Soll etwa die Position eines Vertriebsleiters neu besetzt werden, dann können die Vorstellungen des HR-Managers stark von denen des übergeordneten Vertriebsleiters oder der Geschäftsführung abweichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auf diese Weise nicht die richtigen Kandidaten angesprochen werden, ist hoch. Das Risiko einer Fehlbesetzung steigt. Nur ein gemeinsames Gespräch mit allen Beteiligten kann hier Abhilfe schaffen. „Dabei geht es nicht darum, die Anforderungen gegenseitig auszuhebeln, sondern eine einheitliche Meinung im Sinne eines klaren Profils zu erzielen“, erklärt Roland Netter.

Personalberater als Mediatoren

Um diesen Prozess effizienter und zielführender zu gestalten, können erfahrene Personalberater als Mediator und Coach wertvolle Dienste leisten. „Unser Ansatz ist es in dieser Phase, mit den Beteiligten ein optimales Bild der Stelle aufzubauen und ein Einverständnis aller zu erzielen. Wer die Beteiligten sind, ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Die Grundlagen der Gespräche sollten immer Zeit und Qualität gleichermaßen berücksichtigen. Personalberater sind Dienstleister und unser Job ist es, mit optimaler Kenntnis genau diese Suche inhaltlich und in einer passenden Zeit umzusetzen“, sagt der Vorstand bei der GKM-recruitment AG.

4 Erfolgsfaktoren eines passgenauen Stellenprofils

  • Beschreiben Sie genau und konkret: Die Tätigkeit, das Aufgabenspektrums, die Positionierung der Stelle innerhalb der Organisation und die geforderten Skills.
  • Verzichten Sie auf Allgemeinplätze und selbstverständliche Floskeln: Begriffe wie loyal, positive Persönlichkeit, motiviert, etc.
  • Binden Sie bei der Profilerstellung alle Beteiligten im Unternehmen mit ein.
  • Vergessen Sie dabei nicht die Realitäten des Marktes: Wen bekomme ich zu welchen Bedingungen – für mein Unternehmen und für meine Stelle?

Fazit:

Ein Mandant erwartet von Headhuntern so zu handeln, wie er es selbst tun würde. Also müssen Personalberater eine 100-prozentige Kenntnis der Anforderungen an den gesuchten Kandidaten haben. Das betrifft die genauen Arbeitsinhalte einer Position genauso, wie deren organisatorische Einbindung und auch mögliche Hemmnisse. „Wir müssen wissen, welche Skills der Kandidat tatsächlich mitbringen soll, welche persönlichen Muster und Verhalten gefordert sind“, so Netter. Nur so ist eine erfolgreiche Stellenbesetzung möglich.