Crowdworking – ein Arbeitsmodell der Zukunft?

GKM-recruitment AG
Crowdworking - ein interesssantes Modell der Zukunft?

Crowdworking

Crowdworking ist ein schnell wachsendes Phänomen. Diverse Plattformen bieten mittlerweile diese Dienste an. Die Internetnutzer aus der Crowd arbeiten an verschiedenen Themen, sie schreiben Texte, programmieren und testen Softwareupdates, entwickeln Firmenlogos oder Homepages. Unternehmen lagern diese Projekte heute nicht an die eigenen Mitarbeiter aus, sondern bieten diese bei entsprechenden Online-Anbietern an. Diese Form der Projektvergabe wird auch als Crowdsourcing bezeichnet, angelehnt an den Begriff Outsourcing.

Für Crowdworker gibt es einige Vorteile – Sie müssen nicht mehr zu festen Zeiten in einem Büro anwesend sein, haben größere Freiheiten, denn sie können arbeiten wann und wo sie wollen und sind somit selbstbestimmt. Crowdworker sind nicht angestellt, sondern offiziell selbständig.

In den USA ist das Phänomen des Crowdworkings weit verbreitet. Vorreiter war die Crowdsourcing-Plattform des Onlineversandhauses Amazon. In Deutschland Crowdworking steckt noch in den Kinderschuhen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Plattformökonomie mit ihren Modellen des selbständigen Auftragnehmers rasant wächst.

Das Bundesarbeitsministerium versucht derzeit über Studien herauszufinden, wie viele Crowdworker in Deutschland arbeiten. Das Ministerium geht aber davon aus, dass nur eine  berschaubare Zahl Crowdsourcing nutzt. Ein Prozent sind es insgesamt und in der onlineaffinen Informations- und Kommunikationsbranche ca. 5 Prozent.

Folgen hat die Arbeitsvermittlung über die Online-Netzwerke für Beschäftigte und Unternehmen, auch wenn sie sich noch nicht unmittelbar von Beschäftigtenzahlen ablesen lassen, flexibleres Arbeiten und Anwesenheitspflicht wird in vielen Unternehmen immer stärker diskutiert. Ökonomen sehen Auswirkung des Crowdworkings aufgrund des derzeitig guten Arbeitsmarktes eher gelassen. Am Ende sind es nicht nur die niedrigen Arbeitskosten, die die Crowdsourcing-Portale im Wettbewerb halten.

Zwei Beispiele aus der Praxis:

Daimler hat angekündigt, einen Teil der Beschäftigten aus den bisherigen Arbeitsstrukturen zu lösen und sie der Crowdwork an Themen wie autonomes Fahren, E-Mobilität und Digitalisierung arbeiten zu lassen.

Auch IBM experimentiert ebenfalls mit interner Crowdwork. Die Zukunft wird sich dahingehend entwickeln, dass Projekte mit entsprechenden Teams gemeinsam durchgeführt werden.

Crowdwork schlägt sich derzeit noch nicht relevant auf dem Arbeitsmarkt nieder. Doch Unternehmer werden künftig diese Form des Arbeitsmarktes vermehrt nutzen, um herkömmliche Arbeitsprozesse zu ersetzen.

Martin Ludwig | GKM-recruitment AG | Partner im Bereich Medien – Marketing – Vertrieb

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